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Gesundheitswissen

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Hintergrundwissen rund um Ihre Gesundheit

 

Hier finden Sie detaillierte und verständliche Beschreibungen der wichtigsten medizinischen Begriffe. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch in einem persönlichen Gespräch.

Bioresonanz-Behandlung

Die Bioresonanz-Therapie kann bei akuten Schmerzen und chronischen Erkrankungen die Selbstheilungskräfte aktivieren und das Immunsystems stärken.

Was ist Bioresonanz?

Bioresonanz ist ein energetisch-physikalischer Vorgang in der Natur. Das hierauf beruhende Behandlungs-Verfahren wurde um das Jahr 1977 entwickelt.

Grundlage des Verfahrens ist die Erkenntnis, dass sämtliche Stoffe physikalisch gesehen verdichtete Energie sind, egal ob es sich um menschliche Körperzellen, Bakterien, Viren, Pollen, Medikamente oder Umweltstoffe handelt.

All diese Strukturen geben Signale in Form von individuell-typischen elektromagnetischen Schwingungen ab. Es gibt starke Hinweise darauf, dass diese bio-physikalischen Vorgänge den bio-chemischen Abläufen übergeordnet sind und sie sogar steuern. Sie sind somit vermutlich für die richtige Zuordnung und Verwertung von Arzneimitteln im Körper verantwortlich.

Jeder menschliche Körper hat ein individuelles Schwingungsspektrum, das sich aus gesunden und krankhaften Schwingungsteilen zusammensetzt. Redewendungen wie „auf der gleichen Wellenlänge liegen“, „Ausstrahlung haben“,  „Draht  zueinander haben“ oder „keinen Draht zueinander finden“ zeigen, daß wir ganz offenbar diese Schwingungen unbewusst realisieren.

Schwingungsmuster („Frequenzen“) gesunder Zellen unterscheiden sich von denen kranker Zellen, Fremdstoffe haben wieder andere als Bakterien oder Viren. Gesunde Zellen treten miteinander in „Resonanz“, d.h. ihre Schwingungen harmonisieren. Man kennt das aus der Musik.

Kranke Zellen, Keime oder Fremdstoffe führen zu disharmonischen Schwingungen („Dissonanzen“). In der Musik führt das zu Missklängen, in der Medizin entstehen Symptome, z.B. Schmerzen oder Entzündungen.

Menschen und Tiere sind in der heutigen Zeit einer Unzahl belastender, zu „Disharmonie“ führender Schwingungen ausgesetzt: Strahlung aus Hochspannungs-Leitungen, WLAN, Handy, Umweltgifte, Chemie  in Nahrungsmitteln und Trinkwasser, Arzneimittel, Rauchen, Alkohol, Viren, Bakterien, Parasiten, und vieles mehr.

Die Folge sind „Störungen“ harmonischer Schwingungsabläufe und damit einer ordnungsgemäßen Zell-Kommunikation und Funktion. Es entstehen Schmerzen Allergien, unklare Befindlichkeitsstörungen, ständige Müdigkeit, Organfunktions-Störungen und viele andere Symptome.

Wie funktioniert Bioresonanz?

Verliert ein Organismus die Fähigkeit, in den ständig ablaufenden Lebensphasen Wandlung – Veränderung – Regulation – Funktion saubere Frequenzen („Schwingungen“) zu formen, kommt es zu Störungen der normalen Zellfunktionen. Es resultieren Schmerzen, Infektionen, Allergien, Erkrankungen.

Die Bioresonanz-Therapie ist in der Lage, korrigierend in diese Prozesse einzugreifen, die körpereigene Selbstheilungsfähigkeit zu reaktivieren und somit zu einer Stärkung des gesamten Immunsystems beizutragen.

Hierzu werden die vom Körper abgegebenen Schwingungen über Oberflächenelektroden aufgenommen, im angeschlossenen Bioresonanzgerät analysiert und nach gesunden und krankhaften Schwingungen getrennt.

Krankhafte, d.h. pathologische („disharmonische“) Schwingungen werden in harmonische Signale umgewandelt und in dieser Form sofort an den Körper zurückgegeben. Die Bioresonanz-Therapie (BioR) ähnelt in ihrer Funktion einem Rauschfilter im Radio, der das „Rauschen“ und „Knacken“ aus der interzellulären Signalübertragung entfernt und den „Empfang verbessert“.

Beispiele für mögliche Anwendung der Bioresonanz-Therapie:

  • Aufbau und Stärkung des Immunsystems
  • Allergien
  • Erkrankungen des Atmungsapparates   (akut, chron.)
  • Chronische Müdigkeit, Winterdepression, Burn-Out,
  • Angstzustände
  • Verdauungsprobleme
  • Erkrankungen des Verdauungsapparats (akut, chron.)
  • Anregung des körpereigenen Stoffwechsels
  • Stressbedingte Beschwerden
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Schmerzzustände
  • Hormonelle Probleme
  • Schlafstörungen
  • Narbenentstörungen; Hauterkrankungen
  • Neurodermitis (Atopien)
  • Laktose- und Histaminintoleranz
  • Glutenunverträglichkeit
  • Test von Lebensmittel auf Unverträglichkeit (durch das BioR-Gerät)
  • Impfausleitung
  • Altersbeschwerden

Die Bioresonanz arbeitet dabei ausschließlich mit den körpereigenen Frequenzen des jeweiligen Patienten. So wird eine individuelle, auf die  jeweilige Patientin, den jeweiligen Patienten bezogene Behandlung gewährleistet.

Die derzeit verfügbaren Bioresonanz-Geräte vergleichen die vom Körper abgenommenen Schwingungen mit mehreren tausend abgespeicherten Normalfrequenzen, und ermöglichen so eine individuelle und zielgenaue Therapie.

Die Bioresonanz-Behandlung ist eine sanfte Therapie, die auch bei Kindern angewandt werden kann. Sie ist absolut schmerzfrei und hat keine schädlichen Nebenwirkungen. Auch bei Tieren finden Bioresonanz-Verfahren Anwendung.

Der Ablauf zusammengefasst:

  • Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes
  • je nach Erkrankung sind 3 – 5 Bioresonanz-Behandlungen erforderlich
  • eine Behandlung dauert 45 bis 60 Minuten
  • während der Behandlungen sitzen oder liegen Sie entspannt

Wichtig: Nach jeder Behandlung sollte zur Stoffwechsel-Unterstützung innerhalb der nächsten 2-3 Stunden mindestens 1,5 Liter stilles frisches Wasser getrunken werden!

Weitere Fach-Informationen zu diesem Verfahren finden auch Sie unter:

http://www.bioresonanz.net oder www.gesundheitsförderung.net

Darmsanierung

Verdauungsprobleme? Sodbrennen? Völlegefühl? Blähungen? Übelkeit? Reizdarm? Höchste Zeit, sich einmal Gedanken über unsere Darmgesundheit zu machen.

Der Darm ist ein  spannendes Organ  – und maßgebend für unser Wohlbefinden.

 

Wie die Wurzeln eines Baumes nehmen die Zellen der Darmschleimhaut die Nährstoffe aus der Nahrung auf. Jede Störung hierbei – von der Mundhöhle bis zum Dickdarm – verschlechtert diese Versorgung. Mit 700 bis 1000 Billionen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren) bewohnen unseren Körper 10x mehr Organismen als er Körperzellen hat. Sind diese Organismen („Mikrobiota“) gesund, sind auch wir gesund.

 

Gerät die Mikrobiota im Darm in Unordnung, kann das Erkrankungen wie Übergewicht, Typ 2-Diabetes, nicht-alkoholische Fettleber und sogar psychische Erkrankungen hervorrufen. Mehr und mehr eröffnen sich uns Zusammenhänge zwischen dieser Mikrobiota (früher: Darmflora) und zahlreichen heutigen Erkrankungen.

 

Hier wird deutlich, daß wir nicht umhin kommen, neben den sichtbaren Bereichen auch die Welten unserer „Kleinst-Lebewesen“ (Mikrobiota) intensiv zu betrachten und zu pflegen.

 

Einen entscheidenden Einfluss auf die geordnete Zusammensetzung unserer Darmbewohner und die Funktion der Darmschleimhautzellen hat die Ernährung und in zunehmendem Maße auch unser Tablettenkonsum.

 

Ein gesunder Darm ist viel wichtiger, als wir es derzeit überhaupt erahnen. Die wissenschaftliche Forschung wird uns den nächsten Jahren mit Sicherheit noch viele verblüffende und für unsere Gesundheit wichtige Ergebnisse präsentieren.

Entgiftung

Die Welt steckt voller Gifte, und der Körper ist längst mit der Entgiftung überfordert. Helfen Sie Ihrem Körper und seinen Ausscheidungsorganen bei der Ausleitung.

Viele Gifte kann der Körper selbst ausleiten, aber nicht alle. Die verbleibenden Gifte werden eingelagert und können zu Zellschäden, chronischen Krankheiten bis zu Krebs führen. Eine Entgiftung beugt hier vor und schützt die Zellen vor giftbedingten Schäden.

Entgiftung – besser heute als morgen. Denn Meldungen wie die folgenden sind fast täglich in den Medien zu finden:

  • Arsen im Reis
  • Blei aus Industrieabgasen und Keramikglasuren
  • Cadmium im Getreide, in Ölsaaten und im Tabakrauch
  • Quecksilber im Fisch, in Meeresfrüchten und in Zahnfüllungen
  • Pflanzenschutzmittel (Pestizide) in allen Lebensmitteln
  • Dioxin im Fleisch
  • Aluminium im Trinkwasser, in der Luft und in Impfstoffen
  • Schimmelpilzgifte in der Wohnung, aber auch in der Nahrung
  • Chemikalien, die aus Teppichböden und Möbeln ausdünsten
  • Medikamente, die ebenfalls vom Körper entgiftet werden müssen und daher die körpereigenen Entgiftungskapazitäten noch weiter strapazieren
  • Und vieles mehr

Gesundheitliche Folgen der Gifte sind die Entstehung von umweltbedingten Erkrankungen, die häufig jedoch gar nicht als solche erkannt oder anerkannt werden.

Doch kann im Grunde jede Krankheit durch Umweltgifte mit verursacht oder wenigstens von diesen begünstigt werden: Hautkrebs durch Arsen, ADHS bei Kindern durch Pestizide, Cadmium kann die Nieren schädigen und Osteoporose begünstigen, Blei zu Bluthochdruck beitragen und bei Quecksilber gibt es kaum etwas, das es nicht auslösen oder verstärken könnte.

 

Entgiftungen und entsprechende Behandlungen gab es schon im Altertum.

Im Ayurveda beispielsweise steht die Entgiftung bei jeder Behandlung oder Prävention ganz oben auf dem Plan.  Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin sind viele Maßnahmen bekannt, die zu einer umfassenden Jie du (Entgiftung) führen sollen.

Und in Europa war es der berühmteste Arzt des Altertums (Hippokrates von Kos), der in seine Therapien – wo erforderlich – die fünf Kardinalmethoden der Entgiftung mit einfließen ließ: Schwitzen, Aderlass, Erbrechen, Abführen und Kauterisation (künstliche Wunden). Auch in neueren Zeiten wusste man um die Wichtigkeit einer Befreiung des Körpers von Schadstoffen. Der ultimative Tipp von Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp für allzeit gute Gesundheit lautete daher auch noch im 19. Jahrhundert: Erstens Entgiftung, zweitens Entgiftung und drittens Entgiftung!

 

Die Ziele einer Entgiftungsbehandlung
  1. Giftbelastung reduzieren
  2. Giftaufnahme vermeiden
  3. Entgiftungsorgane unterstützen, pflegen, regenerieren
  4. Körpereigene Entgiftungsfähigkeit verbessern
  5. Zellen vor giftbedingten Schäden schützen

Der menschliche Körper verfügt von Natur aus über eigene Entgiftungsmechanismen. Denn Entgiftung ist für den Körper überlebenswichtig. Könnte er nicht entgiften, würde er nicht lange auf Erden weilen und recht schnell an einer massiven Vergiftung versterben, vermutlich noch in seinem ersten Lebensjahr. Jeder lebende Organismus beherrscht daher hocheffiziente Entgiftungsmethoden, die ihn vor Giften, Schadstoffen und Schlacken schützen können.

 

Warum also eine zusätzliche Entgiftungsbehandlung?

Bei der Menge der heute im Umlauf befindlichen Pestizide, Schwermetalle, Medikamente, radioaktiven Elemente und Chemikalien ist der Organismus in vielen Fällen längst haltlos überfordert. Er ist nicht mehr in der Lage, diesem Ansturm Herr zu werden.

Daher entwickelte man zusätzlich zu den oben beschriebenen natürlichen Schutzvorrichtungen des Körpers Entgiftungsbehandlungen von Menschenhand, um sie z. B. bei US-Soldaten, die massive Vergiftungen aus dem Vietnam- oder Golfkrieg mitgebracht hatten, oder bei Rettungskräften, die bei der World-Trade-Center-Katastrophe 2001 in New York vor Ort waren, zu behandeln. Damals am 11. September herrschte an Ground Zero eine Luft vor, die hochgiftig von Asbest, Benzol, Glasfasern, Dioxinen, Blei u.v.m. durchdrungen war.

Heutzutage sind es nicht nur Gifte, die den Körper belasten. Eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und wenigen Vitalstoffen ist gemeinsam mit Bewegungsmangel und Stress die Regel. Die Folge ist ein schon allein dadurch geschwächter Organismus. Wie soll dieser jetzt auch noch die eintreffenden toxischen Substanzen entgiften können?

Natürlich entgiftet er so gut wie möglich. Doch gelingt es in den wenigsten Fällen, dass ALLE Gifte vollständig ausgeleitet werden können. Noch seltener gelingt es, dass Gifte ausgeleitet werden können, BEVOR sie im Organismus Schäden anrichten können. Diese Schäden belasten den Körper zusätzlich, denn er muss viel Energie dafür aufbringen, um die Schäden wieder zu reparieren. Auch gelingt es nicht immer, alle Schäden wieder zu reparieren – und genau diese Schäden können zu Zellveränderungen und schliesslich zu Krebs oder anderen Problemen führen.

Gleichzeitig verbleiben immer gewisse Giftmengen im Körper – was nicht zuletzt auch von der persönlichen genetisch festgelegten Entgiftungsfähigkeit des einzelnen Organismus abhängt. Die Konsequenz kann ein verlangsamter Stoffwechsel (mit darauf folgendem Übergewicht) oder chronische Erkrankungen bis hin zu Krebs und sogar mentalen Störungen sein.

Fettlösliche Gifte beispielsweise lagern sich im Fettgewebe ein und akkumulieren, was bedeutet, dass sie sich im Laufe der Jahre zu immer größeren Mengen anhäufen. Gifteinlagerungen im Fettgewebe werden von manchen Experten als Mitursache von Brustkrebs, Prostatakrebs und Leukämie betrachtet, weil diese Krebsarten alle ihren Ursprung in besonders fetthaltigem Gewebe haben.

Inzwischen weiß man, dass es – wenn unterschiedliche Gifte vorhanden sind – zu Wechselwirkungen zwischen diesen Giften kommen kann, so dass diese ganz nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ noch viel toxischer wirken als sie das allein tun würden. Der Körper muss also in seinem Entgiftungsbemühen unterstützt und gefördert werden.

Die Hauptarbeit in Sachen Entgiftung aber findet in unserem größten Entgiftungsorgan, der Leber, statt. Über die Pfortader gelangen alle im Körper eintreffenden oder dort entstehenden Gifte, Schlacken und Schadstoffe früher oder später zur Leber.

Eine regelmäßige Entgiftung ist vermutlich für jeden Menschen sinnvoll, der seinen Körper möglichst frei von Giften halten und damit Krankheiten vorbeugen möchte, um weiterhin fit und gesund zu bleiben.

Für Menschen, die bereits an chronischen Krankheiten leiden, ist eine Entgiftung umso wichtiger, weil davon auszugehen ist, dass eine Giftbelastung an der Krankheitsentstehung beteiligt war und jetzt den Heilprozess verhindert.

(Quellen beim Verfasser)

Ernährungsberatung

Die 4 Säulen der Gesundheit sind Ernährung, Bewegung, Umwelt und Psyche. Der menschliche Körper braucht Energie und Nährstoffe, um funktionieren zu können.

Beides erhält er mit der Nahrung, der wichtigsten der 4 Säulen. Über den Darm wird die Nahrung zunächst aufgenommen und soweit zerkleinert, dass die enthaltenen Nährstoffe nach der Passage durch die Leber vom Körper verwertet werden können. Die Stoffe am Ende dieser Nahrungsverwertung, die Stoffwechsel-Endprodukte (im Volksmund: „Schlackenstoffe“), werden über den Darm, über die Atmung oder die Nieren wieder ausgeschieden.

Eine achtsame Ernährung formt unseren Körper nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Es ist wichtig für unsere Gesundheit, dass wir aktiv für unseren Körper und sein Wohlergehen sorgen und diese Verantwortung nicht einfach an Mediziner oder gar selbsternannte Gesundheitsexperten abgeben und „sorgen lassen“.

Überlegen und entscheiden, was ich zu mir nehme, erhält mir meine Gesundheit. Ernähre ich mich richtig, lässt mich das meine Gesundheit im Krankheitsfall wiedererlangen. Schon Hippokrates (ca. 400 v. Chr.) bei den alten Griechen sagte: „Eure Nahrung sei eure Medizin und eure Medizin sei eure Nahrung.“

Dazu braucht man jedoch ein gewisses Maß an Wissen, was mit der Nahrung im Körper passiert. Damit wir eigenverantwortlich entscheiden können, was wir essen – und was nicht. Damit klar wird, warum bestimmte Sachen, die wir essen, Beschwerden machen oder eine Zunahme des Gewichts auslösen.

Gesundheitsstörungen, wie

  • Diabetes
  • Übergewicht / Adipositas
  • Darmerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Ess-Störungen
  • Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
  • Mangel- und Fehl-Ernährung
  • Fettstoffwechsel-Störungen

können meist durch eine richtige Ernährung gemildert werden und zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führen.

Diesem Sinn und Zweck dient eine effektive Ernährungsberatung. Richtig essen bedeutet Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit.

Fettleber

Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose „Fettleber“, obwohl gar kein erhöhter Alkoholkonsum vorliegt.

Deshalb wird diese Erkrankung auch „Nicht-alkoholische Fettleber-Erkrankung“ (NAFLD) genannt.

Schätzungsweise 30-40 % der Erwachsenen sind betroffen. Bei Übergewichtigen sind es 70 %, bei Typ 2-Diabetikern sind es sogar bis zu 90 %.  Besonders besorgniserregend: Bei fettleibigen Kindern weisen bereits 30 % eine Fettleber auf.

Doch die wenigsten ahnen es. Eine Fettleber schmerzt nicht und macht sich daher lange nicht bemerkbar. Unbehandelt bildet sie aber den Nährboden für schwerwiegende Folgeerkrankungen:

  • Bluthochdruck
  • Typ-2-Diabetes mellitus
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Leberentzündung, Leberzirrhose, Leberkrebs
  • Nierenerkrankungen
  • Knochenerkrankungen

Die Leber ist v.a. als Filter- und Entgiftungsorgan des Körpers bekannt. Doch ihre Aufgaben sind erheblich vielschichtiger:

  • Beteiligung an der Blutzuckerkontrolle
  • Abbau und Umbau von Stoffwechselprodukten
  • Speicherung von Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Eisen
  • Filterfunktion und Entgiftung (Alkohol, Medikamente)

 

Die Fettleber ist jedoch nicht nur eine Erkrankung der Übergewichtigen.

Auch schlanke Menschen können betroffen sein: Bis zu 15 % der Normalgewichtigen leiden an einer Fettleber. Diese bezeichnet man in der Fachsprache auch als TOFI (s. nebenstehenden Kasten)

 

Die Leber leidet still und heimlich.

Die Fettleber zeigt zumeist keine oder nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Man sagt auch: Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit!

Die sog. Leberwerte im Blut können Auskunft über mögliche Erkrankungen oder Schädigungen der Leber geben. Sie sind in diesem Stadium aber häufig unauffällig. Auch dadurch bleibt diese Erkrankung, und das ist das Heimtückische an der Fettleber, lange unentdeckt und das Risiko, an Diabetes zu erkranken, steigt.

 

Wie eine Fettleber entsteht: Bewegungslos in der Kohlenhydratfalle.

Die Hauptursachen der Fettleber liegen meist nicht im Alkohol oder einer Virusbelastung. Häufig ist der Lebensstil mit Fehlernährung v.a. durch zu viel Kohlenhydrate, Bewegungsmangel und der Einnahme zahlreicher Medikamente verantwortlich für die Verfettung der Leber.

 

Was früher gut war, macht heute krank.

Früher: Als die Menschen täglich harter körperlicher Arbeit nachgingen und dabei sehr viele Kalorien verbrannten, war es durchaus sinnvoll, sich mit vielen Kohlenhydraten (Stärke und Zucker) zur ernähren. Diese kohlenhydratbetonte Kost lieferte den benötigten Muskeltreibstoff.

 

Heute: In der „bequemen“ Umwelt mit vorwiegend sitzenden Tätigkeiten wird uns diese schnell verfügbare Energie jedoch zum Verhängnis. Die Kalorien aus Kohlenhydratquellen wie Brot und Backwaren, Müsli, Nudeln, Kartoffeln, Reis und mit Zucker Gesüßtem können nur noch zu einem Teil verbrannt werden.

 

Die Folge: Unsere bewegungsarmen Muskeln verbrauchen weniger Kohlenhydrat-Treibstoff. Und die Zuckerspeicher in Muskulatur und Leber bleiben dadurch dauerhaft gefüllt.

 

Wenn die Zuckerspeicher prallvoll sind.

Jetzt hat der Körper ein Problem: Wohin mit dem Müsli oder den Spaghetti? Zunächst fordert er die Muskulatur und Leber eindringlich auf, den Zucker doch noch aufzunehmen. Hierzu erhöht er die Insulinausschüttung, das Insulinsignal wird verstärkt. Mit der Zeit stumpfen Muskulatur und Leber gegen das Insulinsignal ab und nehmen kaum noch Zucker auf. Man bezeichnet das als „insulinresistent“.

 

Wenn auch das Fettgewebe an seine Grenzen stößt

Jetzt bleibt der Leber nur noch, die Kohlenhydrate in Fett umzuwandeln. Die Spaghetti, Brezeln oder süßen Teilchen landen auf den Hüften oder über dem Waschbrettbauch. Dies geht so lange gut, bis auch das Fettgewebe streikt, sich entzündet und auch insulinresistent wird.

Die Folge: Das Fett kommt zu der Leber zurück und diese lagert das Fett nun bei sich selber ein: sie „opfert“ sich. Die Leber verfettet zusehends – man spricht nun von der nicht-alkoholischen Fettleber-Erkrankung (NAFLD = Non Alcoholic Fatty Liver Disease).

Irgendwann ist auch die Leber ist mit dieser Situation überfordert und wird insulinresistent. Unkontrollierte Zuckerabgabe an das Blut und dadurch erhöhter Nüchternblutzucker sind die Folgen. Dieser Teufelskreis führt zu einer äußerlichen und innerlichen Verfettung des menschlichen Körpers. Mit der Zeit verfetten alle Organe in der Bauchhöhle, insbesondere auch die Bauchspeichdrüse.

Nach und nach gehen die insulinproduzierenden Zellen zugrunde mit dem Endergebnis: Diabetes mellitus Typ 2. Die bestehende Insulinresistenz verschlechtert die Situation zusehends und macht immer höhere Antidiabetika- oder Insulindosen erforderlich. Die innerliche und äußerliche Verfettung schreitet immer weiter fort.

 

Die Fettleber steht im Zentrum weiterer Erkrankungen

Durch ihre zentrale Rolle im Stoffwechsel kann die Fettleber auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) deutlich erhöhen. Vermehrte Entzündungsprozesse im ganzen Körper gefährden das Blutgerinnungssystem verbunden mit der leichteren Entstehung von Blutgerinnseln (Schlaganfall, Herzinfarkt).

 

Sie wissen alle, was eine Gänsestopfleber ist. Aber wissen Sie auch, wie eine solche entsteht?

Den Gänsen wird über drei Wochen per Zwangsernährung 3 – 4 Mal täglich ein Nahrungsbrei aus 95% Mais und 5% Schweineschmalz eingeflößt. Dieser Speisebrei besteht nahezu nur aus Kohlenhydraten! Zudem werden sie in engen Käfigen gehalten, wodurch ihre Bewegung auf ein Minimum beschränkt wird. Für sogenannte „Bio“-Gänsestopflebern werden den Tieren übrigens überreife Früchte (z.B. Datteln) gefüttert, welche von den Gänsen ohne Zwang von allein sehr gerne gefressen werden. Durch den hohen Fruchtzuckergehalt (Fructose) verfettet die Leber ebenso in kürzester Zeit.

Nach dem gleichen Prinzip verfettet auch die menschliche Leber – viele Kohlenhydrate bei wenig Bewegung.

 

Leidet Ihre Leber an Verfettung?

Es ist nicht einfach, eine Fettleber festzustellen, da sie meist keine Beschwerden verursacht. Möglichkeiten der Diagnose sind:

  1. Leberbiopsie – Gewebeentnahme gilt als Goldstandard, aber mit Risiken verbunden, daher nur bei begründetem Verdacht.
  2. MRT – aus Kostengründen als Standardverfahren nicht geeignet
  3. Leberwerte – trotz Fettleber oft sehr lange unauffällig, werden erst bei fortgeschrittenen Erkrankungen auffällig.
  4. Ultraschall – erst bei sehr hohem Fettgehalt eindeutig.
  5. Fettleberindex

 

Ist eine Fettleber-Erkrankung heilbar?

Die Leber ist ein ganz besonderes Organ. Schon die griechischen Sagen berichten über Prometheus, der vom Göttervater Zeus an einen Felsen gekettet wurde, wo seine Leber täglich von einem Adler angefressen wurde, sich aber über Nacht jedes Mal wieder vollständig erneuerte.

Die Leber ist das einzige Organ, das zu vollständiger Regeneration in der Lage ist. So haben auch Fettleber-Erkrankte die Chance, ihre Leber wieder vollständig in Ordnung zu bringen.

 

Wenn die Medizin an Grenzen stößt

Arzneimittel („Medikamente“) gegen eine Leberverfettung gibt es bislang nicht. Nur die Folge- und Begleiterscheinungen („Symptome“) lassen sich mit Arzneimitteln lindern. Vermehrte Bewegung kann die Insulinresistenz der Muskulatur zwar verbessern, aber allein reicht das nicht aus

 

Die Lösung liegt in der Ernährung!

Ernährungsumstellung ist tatsächlich das Mittel der Wahl!

 

Die Entfettung der Leber: Die Leber einfach schlank essen?

Ja! Doch hierbei gibt es Grundlegendes zu beachten:

Wichtig ist eine 14-tägige Fastenphase ohne Hungern mit kaum Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß als Sattmacher den richtigen Fetten und leberaktiven Ballaststoffen. Dazu täglich zwei große Portionen Gemüse, allerdings kein Obst! (Fruktose Belastung der Leber!)

Diese  zwei Wochen sind der Einstieg in die Regeneration der Leber. Es erfordert Disziplin und eine gute Planung. Vor allem umfassendes Wissen über die Nährwerte der Lebensmittel, um einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern. Entscheidend ist die hochwertige und ausreichende Versorgung mit Eiweiß, um die Muskulatur zu erhalten und einen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Die Berücksichtigung der individuellen Erkrankungs-Situation setzt eine intensive ärztlich-fachliche Begleitung voraus.

In diesen zwei Wochen wird die Leber radikal entlastet. Sie erholt sich und kann ihre Aufgaben wieder übernehmen. Vergleichbar mit einem Reset beim Computer wird der Stoffwechsel wieder normal in Gang gesetzt. Das ist der Einstieg, der mehrere Effekte nach sich zieht: Die Blutwerte (Triglyzeride, Gamma-GT und Zuckerwerte) erholen sich, der Bluthochdruck geht zurück. Nebenbei nehmen Sie auch noch ein paar Kilos ab. Der Körper beginnt, sich umzubauen: festes Gewebe statt wabbeliges Fett!

 

Die Freude am eigenen Körper kehrt zurück!

So vorbereitet, ist die nachfolgende Ernährungsumstellung, die für eine langfristige Erholung der Leber notwendig ist, nicht mehr schwer.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre individuellen Ziele zu erreichen: Lebergesundheit, Gewichtsreduktion und -Stabilisierung, Diabetes-Schutz, Gewebefestigung u.v.m.

 

Unser Ziel für Sie: „Lernen, gesund zu essen“. Über eine gesunde Ernährung wieder unabhängig von Medikamenten zu werden.

Um Sie entsprechend zu begleiten, bieten wir mehrfach im Jahr Informationsabende und „Leberfasten-Kurse“ über 3 Abende an, in denen wir informieren und Sie auf Ihrem Weg zur Lebergesundung begleiten. Unsere Praxen stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung.

Funktionelle Medizin

Die Funktionelle Medizin ist eine ganzheitliche Therapie bei verschiedenen chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen.

Die 5 Prinzipien der Funktionellen Medizin

Die etablierte Medizin von heute ist herausragend in der Versorgung akuter Erkrankungen, Verletzungen, Infektionen, in der Notfall-Behandlung.

Dem steht eine erschreckende Bilanz zunehmender Erfolglosigkeit bei chronischen Erkrankungen gegenüber: Allergien, Verdauungsprobleme, Hormonstörungen, Stoffwechselentgleisungen, neurologische Erkrankungen und nicht zuletzt bösartige Tumore. Aktuelle Prognosen erwarten nicht zuletzt deswegen bis 2050 eine Zunahme der chronischen Erkrankungen um teilweise bis zu 200%.

Für diese chronischen Erkrankungen bietet die Funktionelle Medizin eine Möglichkeit auf Heilung.

 

Was genau ist Funktionelle Medizin?

Anfang der 1990-Jahre wurde der Name erstmalig in den USA formuliert von dem Ernährungswissenschaftler, Prof. für Biochemie und Doktor der Philosophie Jeffrey Bland.

Die Funktionelle Medizin definiert sich an 5 Grundprinzipien:

  1. Jeder lebende Mensch ist genetisch und biochemisch einzigartig.
  2. Die Funktionelle Medizin orientiert sich strikt  an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
  3. Der menschliche Körper besitzt von Natur aus die Eigenschaft zur Selbst-Regulation.
  4. Der menschliche Körper besitzt die Fähigkeit zur Selbst-Heilung.
  5. Gesundheit ist nicht allein die Abwesenheit von Krankheit, sondern ein Zustand nicht eingeschränkter Vitalität.

Die Funktionelle Medizin behandelt den Menschen, sie fokussiert nicht allein die Krankheit. Sie forscht nach den Ursachen eines Funktionsverlustes. Sie versteht auftretende Symptome als Warnhinweise des Körpers, möchte ihre Mechanismen erklären und kausal auflösen.

Symptome lediglich wahrnehmen und nur abstellen und dadurch den Menschen glauben machen, er sei wieder gesund, lehnt die Funktionelle Medizin ab.

Nachfolgend sind verschiedene Bereiche der Funktionellen Medizin, wie wir sie in unserer Praxis und der unserer Partnerin anwenden, aufgeführt:

  • Ernährungsberatung
  • Bioresonanz-Therapie  (biophysikalisch-energetische Therapie)
  • HNC-Behandlung  –Human Neuro Cybrainetics –  (Wiederherstellung körpereigener Regulationsmechanismen, führt Elemente von Akupunktur, TCM, Cranio-sacraler Therapie u.ä. Verfahren zusammen)
  • Posturologie  (Behandlung von Stütz-, Bewegungsapparat und zugehöriger Statik)
  • Integrative manuelle Therapie  (IMT)
  • Individuelle Bewegungstherapie und fachbegleitetes Krafttraining

Leberregeneration

Als Entgifter und Energielieferant spielt die Leber im Stoffwechsel unseres Körpers eine herausragende Rolle.

Als Kontrollorgan im Zucker- und Fettstoffwechsel ist sie geradezu unersetzlich. Daneben ist sie das einzige Organ, das nach fast vollständiger Entfernung zu einem nahezu kompletten Wiederaufbau in der Lage ist. Warum hat die Natur das so eingerichtet?

 

Die Leber ist vergleichbar mit einer chemischen Fabrik, die Nährstoffe ab-, um- und aufbaut. Etwa 2000 Liter Blut fließen dafür täglich durch sie hindurch. Ihre vielfältigen Aufgaben machen die Leber (über-) lebensnotwendig für uns.

 

Der heutige Lebenswandel führt jedoch bei sehr vielen Menschen dazu, dass die Leber durch Überforderung verfettet und wohlgemerkt, wir sprechen hier nicht vom Alkohol-Missbrauch!

 

Es ist die nicht-alkoholische Fettleber-Erkrankung, wodurch die Leber auf gefährliche Weise ihre Funktionalität verliert. Gravierende Folgen für unsere Gesundheit sind damit verbunden.

 

Tückisch dabei ist, dass Schäden und Erkrankungen der Leber keine Schmerzen verursachen und somit lange Zeit unbemerkt bleiben.

 

Um dieses wichtige Organ vor einem Burnout zu schützen und ernsten Folgeerkrankungen vorzubeugen, sollte man der Leber wiederholt, mindestens einmal im Jahr, eine Entgiftungs- und Regenerationskur gönnen.

Probiotika

Probiotika sind „gute“ Bakterien, die das Gleichgewicht im Darm herstellen und dadurch unseren Organismus stärken.

Was vielen (auch manchen Ärzten) überhaupt nicht bewusst ist: der menschliche Darm beinhaltet ca. 10x mehr Bakterien als unser gesamter Körper Zellen besitzt. Nicht zuletzt sind es diese „guten“ Bakterien, die dem Darm eine zentrale Bedeutung für den gesamten Organismus geben. Dass wir auch diese Bakterien pflegen und richtig ernähren müssen, gelangte erst relativ spät in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und der Medizin. In der Tierhaltung der Landwirtschaft sind Probiotika längst etabliert und als effektive Mikroorganismen bekannt.

Was heißt eigentlich Probiotika

Probiotika bedeutet „pro bios“, auf Deutsch: „für das Leben“. Probiotika sind Zubereitungen bestimmter Bakterien, die in ausreichender Menge lebend in den Darm gelangen und eine gesunde Darmfunktion unterstützen oder wiederherstellen. Probiotika sind vor allem durch sogenannte „probiotische Lebensmittel“ bekannt geworden mit den Milchsäure-Bakterien Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus casei.

Wie wirken Probiotika

Voraussetzung für die probiotische Wirkung von Lebensmitteln ist, dass die Bakterien die Magensäure überleben und den Dickdarm in ausreichender Zahl lebend erreichen. Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus casei besitzen die Eigenschaft, in der sehr sauren Umgebung im menschlichen Magen überleben zu können. Eine weitere Besonderheit dieser beiden Bakterien ist, dass sie nicht an ihrer selbst hergestellten Milchsäure sterben.

Wichtig ist auch, dass sich probiotische Bakterien dauerhaft in der Darmschleimhaut (Darmmukosa) ansiedeln und von der sensiblen Immunabwehr des Darms nicht angegriffen, sondern wie körpereigene Zellen behandelt werden.

Bevor ein solches Bakterium das „Gütesiegel“ Probiotikum erhält, muss es daher verschiedene strenge Kriterien erfüllen:  nicht-pathogen, lebender Keim humanen Ursprungs, resistent gegen Magensäure und Gallensaft, Wirkungsnachweis durch klinische Studien. Erst dann ist mit größtmöglicher Sicherheit davon auszugehen, dass Probiotika die ihnen zugedachte Wirkung im Darm auch entfalten. In ausreichender Menge tragen Probiotika im Darm zu einer stabilen Mikrobiom-Schicht (früher: Darmflora), einer gesunden Darmschleimhaut und einer Unterstützung des Darm-eigenen Immunsystems bei. Desweiteren können Probiotika auch die Ansiedlung von krankheitsauslösenden Erregern (pathogene Bakterien, Viren, Pilze) im Darm unterdrücken.

Darüber hinaus besitzen Probiotika die Eigenschaft, bestimmte Giftstoffe zu neutralisieren. Auch bestimmte menschliche Botenstoffe („Zytokine“), die chronische Entzündungen hervorrufen können, machen sie unschädlich. Diese Eigenschaft versucht man sich bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen  (M. Crohn, Colitis ulcerosa) zunutze zu machen. Durch diese positiven Eigenschaften können Probiotika z.B. Allergien, Lactose-Unverträglichkeit, Nebenwirkungen von Antibiotika, einer Chemo- oder Strahlentherapie günstig beeinflussen.

Es wird intensiv geforscht, um all dies mit Gewissheit belegen zu können. Berichte und Erfahrungen vieler Therapeuten mit Probiotika, so auch meine eigenen, zeigen eine Reihe von vielversprechenden und zukunftsweisenden Vorteilen auf.

(Quellen beim Verfasser)

Reizdarm

In der Medizin bezeichnet der Begriff Reizdarmsyndrom (RDS) eine Darmerkrankung, die eine hohe Krankheitshäufigkeit in der Bevölkerung hat.

Nach aktuellen Schätzungen leiden in Westeuropa und den USA bis zu 25 Prozent der Bevölkerung an chronischen Bauchbeschwerden, die unter dem Begriff «Reizdarmsyndrom» zusammengefasst werden. Frauen sind weitaus häufiger davon betroffen als Männer, wobei die typischen Beschwerden überwiegend im Alter zwischen dreißig und sechzig Jahren auftreten. Das Reizdarmsyndrom kann mit Symptomen aller möglichen Darmerkrankungen verwechselt werden macht bis zu 50 Prozent der Besuche beim Darmspezialisten (Gastroenterologe) aus.

 

Synonyme Begriffe sind Irritables Darmsyndrom (IDS) bzw. englisch: Irritable Bowel Syndrome (IBS), früher auch Reizkolon, Colon irritabile, „nervöser Darm“. Die genauen Ursachen für die Entstehung des Reizdarmsyndroms sind bisher unbekannt. Ihre Behandlung richtet sich daher im Allgemeinen nach den individuellen Krankheitszeichen.

 

Wunderwerk Darm

Magen und Darm vollbringen täglich erstaunliche Leistungen: Im Verlauf eines 75-jährigen Lebens verarbeitet der menschliche Verdauungstrakt etwa 30 Tonnen Nahrung und 50 000 Liter Flüssigkeit. Dabei werden in einem komplizierten Zusammenspiel die Nährstoffe mit den übrigen Verdauungsorganen transportiert, zerkleinert, aufgenommen und am Ende Unerwünschtes wieder ausgeschieden.

 

Aber der Darm kann viel mehr. Bis vor wenigen Jahrzehnten ging die Wissenschaft noch davon aus, dass der Magen-Darm-Trakt vom Gehirn gesteuert wird. Doch als der amerikanische Neurobiologe Dr. Michael Gershon im Jahr 1981 die Verbindungen zwischen Kopf und Darm genauer betrachtete, stellte er fest, dass der Magen-Darm-Trakt in seinen Funktionen weitgehendst unabhängig von Gehirn und Rückenmark arbeitet. Er entdeckte das sogenannte enterische Nervensystem (ENS), das im Volksmund als «Bauchhirn» bezeichnet wird. Die amerikanischen Experten hingegen sprechen heute vom «visceral brain» oder «second brain».

 

Beim Bauchhirn handelt es sich um ein eng geflochtenes Nervennetzwerk von über 100 Millionen Zellen, das sich von der Speiseröhre bis zum Anus erstreckt. Es arbeitet im Wesentlichen selbständig und tauscht Informationen mit dem Gehirn über das vegetative Nervensystem aus (v.a. Nervus vagus). Dabei kommunizieren die Nervenzellen – vergleichbar mit dem Kopfhirn – über Nervenbotenstoffe wie beispielsweise Serotonin und Dopamin. Nach derzeitigem Wissensstand werden im Darm etwa 40 verschiedene Nervenbotenstoffe gebildet. Diese gelangen auf direktem Wege ins Gehirn und lösen dort Wechselwirkungen aus: Vorgänge im Bauch wirken sich somit ebenso auf unsere Gefühle aus, wie die Gefühle Einfluss auf das Geschehen im Bauchraum nehmen können. Auf diese Weise ist unser Bauch nicht nur das Zentrum der Verdauung, «aus dem Bauch heraus» empfinden wir auch Gefühle wie Freude, Liebe oder Angst.

 

Ferner erfüllt der Darm als größtes Abwehrorgan die Aufgabe, körperfremde Stoffe zu erkennen und diese auf dem schnellsten Weg aus dem Körper zu befördern. Der Organismus reagiert darauf mit Schutzreflexen in Form von Erbrechen oder Durchfall.

 

Reizdarmsyndrom – oft eine Fehldiagnose

Unter einem Reizdarmsyndrom (auch: Colon irritabile; engl. IBS – Irritable Bowel Syndrome) versteht man eine Kombination unterschiedlicher Beschwerden im oberen Verdauungsapparat (Reizmagen) sowie im unteren Verdauungsapparat (Reizdarm), für die mit klassischen Untersuchungsverfahren keine organischen Ursachen gefunden werden.

 

Im Vordergrund stehen krampfartige Schmerzen, vorwiegend bei der Darmentleerung. Ferner treten Durchfall oder Verstopfung (oft auch im Wechsel) sowie Blähungen auf. Leider lässt sich aus diesem Beschwerdebild keine allgemein gültige Diagnose ableiten, sie wird vielmehr erst dann gestellt, wenn eine gründliche Diagnostik andere Ursachen ausgeschlossen hat.

 

In den meisten Fällen kommt eine Ultraschalluntersuchung des Bauches (Sonografie), Magenspiegelung (Gastroskopie) sowie Darmspiegelung (Koloskopie) und Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut zur Anwendung. Ergeben diese Verfahren keinen Befund, stellen viele Ärztinnen und Ärzte – leider oft vorschnell – die Diagnose «Reizdarm».

 

Denn es gibt noch eine Reihe anderer Krankheitsbilder wie beispielsweise gegenüber Gluten, Frucht- oder Milchzucker, doch auch entzündliche Darmerkrankungen sowie Leber-Galle-Beschwerden werden oft nicht erkannt.

 

Nach internationaler Übereinkunft (Rom-Kriterien) spricht man von Reizdarm, wenn folgende Symptome über einen Zeitraum von mindestens zwölf Wochen anhalten oder immer wieder auftreten und dabei keine anderen körperlichen Ursachen für die Beschwerden gefunden werden:

  • Schmerzen, Krämpfe und Missempfindungen im Bauch
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten (Durchfälle, Verstopfung oder Wechsel von Durchfällen und Verstopfung)
  • Schleimbeimengungen im Stuhl
  • häufige Stuhlentleerungen
  • Befindlichkeits-Besserung nach Stuhlgang
  • Blähungen
  • Verschlimmerung der Beschwerden bei Stress und Konfliktsituationen
  • Besserung der Symptome an den Wochenenden und in Erholungsphasen
  • keine Bauchbeschwerden während der Nacht
  • kein Gewichtsverlust!

Weitere funktionelle Störungen:

  • Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Reizblase, Reizmagen, Ängstlichkeit und Depression

 

Viele mögliche Ursachen

So verschiedenartig sich die Symptome äußern, so andersartig sind auch die möglichen Ursachen dafür. Während die Wissenschaft in früheren Zeiten seelische Störungen als Hauptursache für die Entstehung von Reizdarm vermutete, geht man heute davon aus, dass auch andere Faktoren als Auslöser für die Beschwerden beteiligt scheinen.

 

Wie Untersuchungen ergaben, haben Betroffene eine überempfindliche Darmwand. Patienten spüren normale Verdauungsvorgänge wesentlich stärker – diese werden von unangenehm über störend bis schmerzhaft empfunden.

 

Eine andere Theorie geht von einer Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems aus. So kann als möglicher Trigger die Botenstoffübertragung auf der Gehirn-Darm-Achse (Bauchhirn) ungünstig sein.

 

Auch eine gestörte Darmflora wird im Zusammenhang mit RDS diskutiert. Bei vier Prozent der Infektionspatienten hat eine durchgemachte Magen-Darm-Grippe mit Salmonellen und anderen Bakterien das Reizdarmsyndrom ausgelöst. Zudem beeinträchtigen Medikamente wie Antibiotika die Darmflora, da sie ein Ungleichgewicht der Darmbakterien begünstigen.

 

Weitere Faktoren, die das Reizdarmsyndrom verstärken, sind Stressbelastungen und falsche Ernährungsgewohnheiten. Neuere Studien haben ergeben, dass fast jeder Betroffene unter einer Kohlenhydratunverträglichkeit leidet und darauf mit Schmerzen oder Durchfall reagiert. Ähnliches scheint bei der Histamin-Intoleranz zu gelten. Eine ballaststoffarme Kost, ein hoher Fettkonsum sowie Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin spielen zusätzlich eine Rolle.

 

Vor einigen Jahren haben kanadische Forscher konkrete Hinweise auf den Entstehungsmechanismus des Reizdarms gefunden. Danach ist die Konzentration des Verdauungsenzyms Serinproteinase in der Verdauungsflüssigkeit von Kranken doppelt so hoch wie bei gesunden Menschen. Dieses Verdauungsenzym stimuliert bestimmte Rezeptoren der Nerven- und Muskelzellen – durch diesen Vorgang ruft es wahrscheinlich Schmerzen, Unwohlsein sowie Durchfall und Verstopfung hervor. Die Wissenschaflter wollen nun herausfinden, warum das Enzym beim Reizdarmsyndrom in höherer Konzentration vorliegt.

 

Ratschläge für den Alltag
  • Problematische Lebensmittel meiden:

Bestimmte Nahrungsmittel, die das RDS auslösen oder verstärken können, sind unter anderem Hülsen- und Zitrusfrüchte, Kohlenhydrate (z.B. Zucker), Milchprodukte, kohlensäurehaltige Getränke oder pürierte Nahrung, die nicht sorgfältig eingespeichelt und rasch hinuntergekaut wird. Ebenso sollte auf fettreiche Kost, Nikotin, Alkohol sowie übermäßigen Kaffeegenuss verzichtet werden.

  • Auf verträgliche Kosten achten:

Frische und natürliche Lebensmittel in Bio-Qualität sind die Basis einer gesunden Lebensweise. Bevorzugen Sie daher Speisen mit ausreichendem Anteil an Vitaminen und Ballaststoffen. Da eine vitalstoffreiche Vollwertkost am Anfang zu einer vermehrten Gasbildung führen kann, sollten Sie den Ballaststoffanteil während der Umgewöhnungsphase langsam steigern.

  • Stress abbauen:

Hetze, Stress und Angst stören die normalen Verdauungsvorgänge. Entspannungstechniken (z.B. Autogenes Training oder Yoga) sowie eine allgemeine Kneippkur verbessern die Organfunktionen.

  •  Ausreichend Zeit zum Essen nehmen:

Sorgfältiges Kauen ist eine wichtige Vorbereitung für die Verdauung. Mit der F. X. Mayr-Kur können Sie diese oft vernachlässigte Funktion erlernen. Hierbei werden trockene Semmeln durch eine spezielle Ess- oder Kautechnik sehr langsam bis zur Sättigung gekaut und eingespeichelt. Sorgen Sie zudem für einen geregelten Tagesablauf mit festen Essenszeiten.

  • Sport treiben:

Regelmäßige körperliche Betätigung wie Wandern, Laufen, Schwimmen oder Fahrradfahren wirkt sich positiv auf die Darmfunktion aus.

 

Behandlung

Da die Ursachen des Reizdarms bisher nicht vollständig geklärt sind, gibt es derzeit noch keine Standardbehandlung. Daher sollte jede Form von Therapie möglichst maßgeschneidert auf den einzelnen Patienten sein.

 

Die Behandlung des Reizdarms konzentriert sich im Allgemeinen auf Ernährungsoptimierung durch diätetische Maßnahmen, den Abbau von Stress durch Entspannungsverfahren, auf Psychotherapie, Arzneimittel-Behandlung und regelmäßige Bewegung.

 

Bei günstiger Symptomatik kann die Behandlung auf eine Diät beschränkt bleiben. Die wirkungsvollste Diät zur Behandlung von Symptomen eines Reizdarmsyndroms ist eine sogenannte FODMAP-reduzierte Diät (FODMAP = vergärbare Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie mehrwertige Alkohole).

 

Generell sollten unverträgliche Nahrungsmittel gemieden werden. Hierbei kann ein Ernährungs-Tagebuch von Nutzen sein, in das die Betroffenen die zugeführten Lebensmittel und die damit verbundenen Beschwerden eintragen.

 

Weiterhin hat sich ein feucht-warmer Bauchwickel bewährt, er wirkt entspannend und löst Krämpfe. Auch Kamillentee hat sich bei Reizdarm-Beschwerden bewährt: Er wirkt krampflösend, entzündungshemmend und blähungstreibend – in Kombination mit Melisse entsteht eine innere Ausgeglichenheit.

 

Kümmel, Fenchel und Anis besitzen ebenfalls verdauungsfördernde und blähungsreduzierende Eigenschaften. Auch Pfefferminzöl in Kapselform ist bei Reizdarm gut geeignet: Es wirkt krampflösend, regt den Gallefluss an und lindert Blähungen.

 

Zusätzlich sind Flohsamenschalen als natürlicher Stuhlregulator sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall geeignet. Sie quellen im Verdauungstrakt auf und erleichtern somit die Verdauung. Außerdem fördern Flohsamenschalen das Wachstum nützlicher Bakterien im Darm, gleichzeitig senken sie den Cholesterinspiegel und wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

 

Geeignet ist auch die Zufuhr von Beta-Glucan aus Gerste über Gerstenbrote und Lebensmittel aus Gerste mit einem hohen Gehalt an Beta-Glucan, wie beispielsweise Gersten-Müsli oder Gerstenflocken.

 

Auch Myrrhe kann Reizdarmbeschwerden lindern: Eine Multi-Center-Studie an 131 deutschen Arztpraxen zeigte, dass ein Myrrhe-Extrakt (in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle) Blähungen und Durchfall bei Reizdarmpatienten minderte. Myrrhe wirkt antientzündlich, lindert Darmkrämpfe und stabilisiert die bei Reizdarm oft defekte Darmbarriere.

 

Die noch aus dem Jahr 2011 stammende Leitlinie zur Reizdarm-Behandlung weist außerdem Probiotika eine größere Bedeutung zu. Entscheidend ist die Auswahl des richtigen Bakterienstammes. In wissenschaftlichen Studien wurden zudem positive prebiotische (Wirkung als Nährstoff für Darmbakterien) Effekte für Beta-Glucan aus Gerste nachgewiesen. Die Bakterien des Colons wandeln diese Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren (SCFA), z.B. Butyrat. Dieses wirkt entzündungshemmend und ist der Haupt-Energielieferant für die Darm-Schleimhautzellen.

 

Eine wirklich effektive Arzneimittel-Behandlung ist derzeit nicht vorhanden und erschöpft sich meist in symptomatischer Therapie. Viele stark beworbene Mittel müssen ihren Nutzen im klinischen Alltag erst noch zeigen. Bei anderen Mitteln wurde wegen erhöhter Risiken von Nebenwirkungen der Verkauf gestoppt.

 

Psychotherapie ist bei RDS mit ursächlichen psychosomatischen Wirkzusammenhängen ein anerkanntes Therapiekonzept. Auch der Gebrauch von Antidepressiva ist eine Möglichkeit, da sie die Schmerzen unterdrücken und bei manchen Patienten positive Wirkungen auf die Darmmotilität zeigen.

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