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Gesundheits-Magazin

Frühzeitige Einnahme von ZINK, SELEN und VITAMIN D erhöht die Resistenz gegenüber Viren

Eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen birgt das Risiko einer verminderten Immunfunktion und eines vermehrten Auftretens altersbedingter Erkrankungen. Diabetes Typ 2, Herz-, Kreislauf und Gefäßerkrankungen sowie ein sogenanntes „metabolisches Syndrom“ (Kombination aus: Fettleibigkeit + Bluthochdruck + erhöhte Triglyzeridwerte und erniedrigtes HDL-Cholesterin + Insulinresistenz) treten oft zusammen mit chronisch-entzündlichen Vorgängen zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf. Diese krankhaften Veränderungen sind letztlich Wegbereiter für schwere Krankheitsverläufe, was nicht zuletzt auch in der derzeitigen COVID-19-Pandemie von Bedeutung ist.

Wie kann ich dieser Unterversorgung vorbeugen?

Logische Konsequenz aus alle dem ist die frühzeitige ärztliche Einleitung eines ausgewogenen Ernährungsmanagements, um so das Risiko schwerwiegender Entwicklungen bei akuten Erkrankungen oder Infekten zu mindern oder gar zu vermeiden.

Das heißt mit anderen Worten, ein guter Ernährungszustand stärkt das Immunsystem auf der einen und hemmt das Entstehen von Entzündungen auf der anderen Seite. Gerade in Risikogruppen ist das Erreichen eines solchen Zustandes von erheblicher Bedeutung. Hier sind aufgrund ihrer Wirkmechanismen v.a. die Mikronährstoffe Zink, Selen, Vitamin D (1,2) und auch Vitamin C (3) zu nennen.

Wie wirken diese Nährstoffe?

Noch nicht ausreichend untersucht ist ihre Wirkung in Stadien fortgeschrittener Erkrankungen. Ob Mikronährstoffe somit einen direkten Einfluss auf Verlauf und Ausgang einer bereits eingetretenen Corona-Erkrankung (nicht Infektion!) haben, ist derzeit verstärkt Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion.

Alexander et al zeigten in ihrer o.g. Veröffentlichung jedoch auf, dass die Gabe von Zink-, Selen- und Vitamin D-Mikronährstoffen in frühen Stadien einer Infektion, also vor Ausbruch einer Erkrankung, die Abwehr gegen RNA-Viren, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört, erhöht (1,2). Ein frühzeitige und ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen schafft eine deutlich gestärkte Abwehr der bei COVID-19 gefürchteten lebensbedrohlichen „Zytokinstürme“.

Forscher empfehlen daher v.a. bei Hochrisikopatienten eine frühzeitige ambulante Ernährungsprävention. Ein solcher Ansatz ist nicht nur medizinisch simpel und nebenwirkungsfrei, sondern auch hinsichtlich der geringen Kosten gesundheitspolitisch relevant.

Quellen:
  1. Alexander, J et al. 2020. Early nutrional interventions with Zinc, Selenium and Vitamin D for raising anti-viral resistance against progressive COVID-19. NUTRIENTS 12(8):2358.
  2. Biogena – Journal für Nutritivmedizin, 12. Jahrg, Nr.1, März 2021
  3. Radujkovic, A., Hippchen, T., Tiwari-Heckler, S., Dreher, S., Boxberger, M., Merle, U. (2020). Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients. Nutrients. 2020 Sep 10;12(9):2757. doi: 10.3390/nu12092757. Advance online publication.